Feldenkrais
Rezension von Frank Wildman
Moshe Feldenkrais hatte einst wegen einer Knieverletzung die „Gelegenheit“, den Horizont seiner Annahmen über Bewegung zu erweitern. Manches der Methode wurde im Laufe der Zeit kopiert, viel von „Bewusstsein“ geschrieben. Ich bin mir trotzdem sicher, dass es nichts Vergleichbares gibt.
Feldenkrais bedeutet „das Lernen an sich“ zu verbessern. Bei Qualität gibt es keine Grenze, nur bei Quantität. Die Methode bedient sich der Bewegung, die gleichzeitig auch die anderen menschlichen Grundfunktionen wie z. B. Denken oder Fühlen verbessert. Mittels Bewegung geht es am leichtesten.
Es gibt hier kein „Training“, nur Lektionen. Kein Wiederholen, einfach jedes Mal auf´s Neue probieren, und dabei Lernen. Ein wichtiges Grundprinzip ist das Experimentieren, ein „anders machen“ um Unterschiede herauszuarbeiten. Bei Gruppenstunden zum Nachbarn zu schauen, bringt nichts, ist eher kontraproduktiv. Moshe Feldenkrais gab übrigens gerne Gruppenstunden in vollbesetzten Fußballstadien. Mit Megaphon und tausenden von Teilnehmern …
Vorteilhaft an dem Buch von Frank Wildman ist die Kürze der Lektionen. Dies ist nebenbei hilfreich beim Ändern von Gewohnheiten: „Man kann nicht klein genug beginnen“. Die Lektionen haben einen starken Bezug zu Alltagsbewegungen.
Es wurde mir von meinem ehemaligen Feldenkrais-Lehrer empfohlen und oft verwendet.
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