Am Semmering
Tanja Paar
Semmering in den späten 1920er Jahren – da denkt man an noble Hotels, wo die Reichen und Schönen ihre Sommerfrische verbringen. Tanja Paar zeigt uns aber eine andere Welt, die der einfachen Bauern, Dienstleute und Knechte, eine Welt der Armut, der Krisen und der Bigotterie.
Im Zentrum steht Klara, eine „Zuagraste“, die viele Träume und einen unerfüllten Kinderwunsch hat. Ihr Mann Bertl steigt zum Stationsvorsteher auf, das kleine Häuschen neben dem Bahnhof hat sogar einen Gemüsegarten, was Geld sparen hilft. Ihre Freundesrunde, die sich regelmäßig zum Kartenspiel trifft, könnte unterschiedlicher nicht sein: die Jüdin Rahel, die koschere Mahlzeiten für die Hotelgäste kocht, ein verarmter Ex- Baron und Motorradfan und ein charmanter Konzertpianist, der es als Hotelverwalter glänzend versteht, jede Gelegenheit für sich zu nutzen.
Der aufkommende Nationalsozialismus, erzählt in mehreren Zeitsprüngen, lässt das kleine Glück bald platzen und verschont keinen der Freunde.
Machen Sie einen Ausflug auf den Semmering, es lohnt sich!
Empfohlen von Eva Heimhilcher


